Vereinsgeschichte

Die Entwicklung des Freiburger Kreises

Vorgeschichte
1972 und 1973 führte der Deutsche Sportbund Seminare für große Vereine durch.
Trotz guter Resonanz fanden diese Seminare ab 1974 keine Fortsetzung.

Gründung
1974 in Freiburg von 21 Vereinen mit dem Ziel, Seminare in eigener Regie durchzuführen. Die Selbsthilfe wurde rasch ausgedehnt auf unbürokratisches Angehen von Problemen der großen Vereine, für die man bei den Verbänden und Bünden keine Ansprechpartner fand.

Die ersten Jahre
Das Verhältnis zum Deutschen Sportbund war zunächst gespannt, weil der Freiburger Kreis zu erkennen geben musste, dass er Aufgaben übernimmt, für die Ansprechpartner fehlen. Aufgrund des großen Bedarfs werden die Seminare von zwei auf drei im Jahr ausgedehnt, immer im Wechsel von Nord nach Süd, Mitte oder West in der Bundesrepublik oder in Berlin. Eine Monatsschrift zu speziellen Themen der Großvereine war Neuland und wurde von den Vereinen ebenso als große Hilfe erkannt wie auch Seminare und Erfahrungsaustausch. Die Arbeitsgemeinschaft hatte rasch 60 Mitgliedsvereine. 

Zehn Jahre Freiburger Kreis
Für viele Aufgaben waren Lösungshilfen, für Probleme Denkanstöße gegeben worden. Beim Jubiläumsseminar in Freiburg wurden in die Bilanz eingebracht:

  • Modernisierung der Verwaltung des Vereins
  • Dynamische Beitragsanpassung Verbesserung der Sportförderung
  • Entschuldung der Vereine mit eigenen Anlagen
  • Verbesserung der Übungsleiterausbildung
  • Beteiligung der Versicherungsträger an sozialen Aktionen der Vereine
  • Festvortrag von Dr. Hans Evers "Der Großverein - seine gesellschaftspolitische Bedeutung"

Das zweite Jahrzehnt
Der Freiburger Kreis findet Anerkennung als Arbeitsgemeinschaft auch beim DSB.
Noch immer ist die Resonanz des Freiburger Kreises ungebrochen. An aktuellen Themen besteht nach wie vor kein Mangel, auch wenn einige Landessportbünde auf die Bedürfnisse großer Vereine heute mehr eingehen.  Die INFOs sind eine kompakte Informationsquelle für die Vereine.
Erfahrungsaustausch hat hohen Stellenwert - räumliche Entfernungen vermeiden Konkurrenzdenken.

Die Zahl der Mitgliedsvereine steigt stetig - derzeit vertreten 165 Vereine mit über 650.000 Sporttreibenden.
In den neuen Bundesländern: Berlin, Dresden, Frankfurt, Halle, Leipzig - Patenschaften durch West-Vereine.

1993 wird aufgrund fehlender Angebote der Spitzen-Fachverbände und des Zuordnungswirrwarrs der DSB Bestandserhebung die Gründung eines Verbandes für Freizeitsport diskutiert. 1994 wird die erste Aktion "Stadtforum Sport" bundesweit an 20 Orten von 40 Vereinen durchgeführt. 1995 folgt die zweite Reihe "Stadtforum Sport" bundesweit an 10 Orten in Zusammenarbeit mit dem DSB. 1996 wird die Aktion flächendeckend vom DSB übernommen.

Vor- und Querdenker
Die Gründungsinitiatoren Dr. Heinz Mörder (1. Vorsitzender) und Rolf Noess (Geschäftsführender Vorsitzender), beide Freiburg, waren in den siebziger und achtziger Jahren tätig.
Alexander Pfeiffer, Darmstadt, war von 1987 bis 1997 1. Vorsitzender. 
Von 1997 bis 2003 hatte Bodo Bollmann (Dortmund) den Vorsitz inne.

In den Jahren von 2003 bis 2017 waren Silvia Glander (2003-2011) und Wolfgang Heuckmann (2011-2017) als 1. Vorsitzende tätig.
Seit dem Frühjahrsseminar 2017 ist Boris Schmidt als 1. Vorsitzender für die Geschicke des Vereins verantwortlich.

Vier stellvertretenden Vorsitzenden sind Ressorts und Vereinsbetreuung zugeteilt. Die Geschäftsführerin erledigt die Verwaltungsaufgaben und erstellt das monatliche INFO. Ehren- und hauptamtliche Vereinspraktiker bringen ihre Erfahrungen ein.

Beiräte und Referenten aus vielfältigen Sportbereichen, auch mit privatwirtschaftlichem, wissenschaftlichem und politischem Hintergrund, tragen von Anfang an wesentlich zum Vor- und Querdenken bei.