Was ändert sich im Vereins- und Steuerrecht 2017?

Tagesseminar zum Vereins- und Steuerrecht

Das Tagesseminar am 27. Januar 2017 „Fit für die Praxis - Neues aus Vereins- und Steuerrecht 2017“ war wieder sehr gut besucht. Über 60 Vereinsvertreter waren zum Jahresbeginn nach Hannover gekommen, um Neues und Wichtiges von Steuerberater Horst Lienig und Rechtsanwalt Timo Lienig zu erfahren. Wie gewohnt schafften es die Referenten, trotz des strammen Programms und des trockenen Themas, die Aufmerksamkeit der Teilnehmer den Tag über zu halten. Horst und Timo Lienig ergänzten ihre theoretischen Fakten immer wieder mit praktischen
Beispielen, so dass die Vereinsvertreter jederzeit einen Bezug zu ihrer Tagesarbeit herstellen konnten.
Der Stellvertretende Vorsitzende des Freiburger Kreises, Horst Lienig, griff nach dem Herbstseminar in Göttingen nochmals das wichtige Thema Compliance auf, erläuterte die Risikobereiche im Verein und die vier Compliance-Grundsätze: Transparenzprinzip, Äquivalenzprinzip, Trennungsprinzip sowie Dokumentationsprinzip, nach denen die Vereinsführung handeln sollte. Dabei betonte er, wie hilfreich das vom Freiburger Kreis erarbeitete Qualitäts-Management-Handbuch bei der Einführung sein kann. Als Beispiel diente ihm hier der Baustein „Management“ (Das QM-Handbuch des Freiburger Kreises ist derzeit vergriffen. Es soll überarbeitet und neu aufgelegt werden.). Weitere Schwerpunkte waren dann noch die Steuerprüfung sowie die Änderungen im Steuerrecht zum Jahresbeginn und auf welche Fallstricke man achten sollte.
Timo Lienig übernahm am Nachmittag erneut den juristischen Part des Seminars. Er legte besonderen Wert auf alles rund um den Datenschutz, der immer wieder Probleme im Verein verursachen kann, und erläuterte die Bedeutung des Datenschutz beauftragten. Weiterhin nahm er einen Satzungs-Check vor und besprach die Punkte: Zweck, Zweckverwirklichung, Organe, Beitragspflicht, Vergütung von Organen sowie Ressortprinzip und gab dazu Beispiele. Im Bereich Arbeitsrecht nahm er die Themen Urlaub, Mindestlohn und Minijob unter die Lupe und wies auf Tücken hin, die im
Alltagsgeschäft leicht übersehen werden können.
Die sehr umfangreichen Unterlagen mit vielen Beispielen und hilfreichen Formularen erleichterten den Seminarteilnehmern die Nacharbeit sowie die daraus folgende Umsetzung im Verein. So ist auch die Meinung eines Vereinsvertreters zu sehen: „Das Tempo ist sehr hoch, das ist aber gut so, da doch schon viele Vorkenntnisse vorhanden sind“.