E-Sport im Verein - geht das?

Rückblick auf FK-Workshop in Köln am 08.11.2017

Im Rahmen der FSB-Messe in Köln fand am 08.11. der FK-Workshop „E-Sport im Verein – geht das?“ statt. Über 40 Vereinsvertreterinnen und –vertreter versammelten sich im Konferenzraum der Kölnmesse, um sich tiefergehend über das Thema E-Sport auf Breitensport-Ebene auszutauschen.

Hintergrund der Veranstaltung: Die E-Sport-Szene ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch und wächst kontinuierlich. In Turnieren treten Hobby- und  Profi-Teams regelmäßig in Spielen wie FIFA, Dota 2 oder League of Legends gegeneinander an. Anlässlich dieser Erfolge und zunehmender Spielerzahlen und zuschauerträchtiger Mega-Events fragen sich auch viele FK-Vereine, wie E-Sport in einem Vereinsangebot dargestellt werden könnte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen deshalb folgende konkrete Fragestellungen: „Welche Chancen und Risiken bestehen beim Thema E-Sport für FK-Vereine?“, „Was sollten FK-Vereine tun, um eine fundierte Entscheidung über E-Sport treffen zu können?” oder „Wie könnte eine eigene FK-E-Sport-Liga gestaltet sein?“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Vereinen erlebten eine gesunde Mischung aus Informationen, Aufgaben zum Mitarbeiten und Diskussion. Viele Wortmeldungen und Erfahrungsberichte der Teilnehmenden sorgten für einen regen Erfahrungsaustausch.

Zu Beginn informierte Christopher Flato (Pressesprecher und Jugendschutzbeauftragter der Electronic Sports League, kurz ESL) die Teilnehmenden über die derzeitige Entwicklung im Bereich E-Sport im nationalen und internationalen Umfeld. Die ESL, mit ihrem Sitz in Köln, besteht nunmehr seit dem Jahr 2000, beschäftigt weltweit 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gilt als das größte E-Sport-Unternehmen der Welt. Laut Flato wird die Begeisterung für E-Sport auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Im Anschluss präsentierte Sebastian Stern (Assistent der Geschäftsführung / 1860 Bremen) das E-Sport-Konzept von 1860 Bremen. Der Verein plant, innerhalb des nächsten Jahres die ehemalige Vereins-Geschäftsstelle in ein neues E-Sport-Zentrum umzuwandeln. Das Investitionsvolumen von circa 35.000 Euro soll dabei komplett aus Sponsoreneinnahmen generiert werden.

Die übrigen zwei Stunden wurden genutzt, um in Kleingruppen die Ergebnisse der jeweiligen Impulsvorträge zu diskutieren und Wege für die Zukunft des E-Sports im FK-Verein zu finden. Ferner tauschten sich die Vereine über ihre jeweilige Ausgangslage aus, bereits entwickelte Ansätze sowie Ziele und Ideen für künftige Maßnahmen. Darüber hinaus nutzten die Vereinsvertreter die Chance, ihr Netzwerk weiter auszubauen, um sich beim Thema E-Sport unterstützend und beratend zur Seite zu stehen.

Mit einer Fülle an Anregungen und Empfehlungen endete der Workshop um 14 Uhr und bot so allen Teilnehmenden die Möglichkeit, noch ausgiebig die Neuheiten der Messeaussteller der FSB zu besuchen. Die weiteren Arbeiten zum Thema E-Sport sollen nun in den Vereinen mit neuen Perspektiven weiter verfolgt werden. Eine Idee: Ein Offline-E-Sport-Termin der FK-Vereine.

Die Präsentationen sowie das Fotoprotokoll des Workshops stehen im Login-Bereich der FK-Homepage zum Download zur Verfügung.