Wie gelingt erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit?

Rückblick auf das NWFK Seminar in Baunatal

Beim Nachwuchsführungskräfteseminar in Baunatal stellten sich 22 junge Leute dem Thema Öffentlichkeitsarbeit. Fragen, wie beispielsweise „Wie läuft die Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Verein?“ oder „Was ist Öffentlichkeitsarbeit überhaupt?“ wurden geklärt. Referent für dieses Seminar war Andreas Kranich, der selbst beim TSC Eintracht Dortmund für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und dem dieses Thema sehr am Herzen liegt.

Bereits beim Einstieg in das Thema stellten wir fest, dass die Freiburger Kreis-Vereine im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sehr unterschiedlich aufgestellt sind. So gibt es Vereine die im Bereich Social-Media nur wenig Präsenz zeigen, während andere Vereine bereits erfolgreiche Werbemaßnahmen auf Facebook umgesetzt haben. Aber nicht bei den sozialen Medien gibt es große Unterschiede, sondern auch beim generellen Stellenwert der Öffentlichkeitsarbeit im Verein. In einigen Vereinen sind die Stellen hauptamtlich besetzt und in anderen wird es auf viele Köpfe in den Abteilungen verteilt. Ein Ziel des Seminars war es, die unterschiedlichen Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einzubeziehen, um gemeinsam Erfolgsfaktoren für die individuelle Vereinsöffentlichkeitsarbeit zu entwickeln. Darüber hinaus gab Andreas Kranich viele Tipps und Tricks mit auf den Weg, die im Arbeitsalltag genutzt werden können.

Gemeinsamkeiten fanden die Teilnehmenden bei Zielgruppen, Kommunikationsmitteln und Themen der Öffentlichkeitsarbeit, denn die meisten Vereine möchten ein breites Spektrum ansprechen und nutzen dafür Kommunikationskanäle wie Newsletter, Homepage, Pressearbeit und Social Media. Nun stellte sich den Teilnehmenden die Frage: Wie erregt ein verein Aufmerksamkeit bei seinen Zielgruppen? Eine Methode dafür ist das „Storytelling“: Durch den Einsatz von konstruierten und realen Geschichten werden Informationen, Wissen oder auch Dienstleistungen lebhafter und emotionaler vermittelt. Die Geschichte als Ausdrucksform soll ermöglichen, dass die vermittelte Information möglichst einfach präsentiert und somit gut aufgenommen und langfristig im Gedächtnis verankert wird. Anhand einer Übung mit dem Namen „Heldenreise“ entwickelten die Nachwuchsführungskräfte eigene Geschichte, die dem klassischen „Storytelling“ entsprach. „Eine anspruchsvolle Aufgabe“, meinte Hendrik Beer, „die aber mit einiger Übung sehr viel Spaß machen kann.“

In Kleingruppen beschäftigten sich die Nachwuchsführungskräfte am Nachmittag mit Erfolgsfaktoren sowie Chancen und Risiken von Social Media, Google Adwords, Flyern, Werbe- und Pressetexten sowie Newslettern. Hier kam es zu einem regen Austauschder Teilnehmenden, denn jeder konnte auch seine eigenen Erfahrungen in das Seminar mit einbringen. Von Google Adwords bis zum Umgang mit sogenannten „Shitstorms“ auf Facebook ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine Fragen unberührt.

Besonders interessant fanden die Teilnehmenden den Imagefilm „S’Lebn is a Freid“, der auch auf Youtube zu sehen ist. Er zeigt beeindruckend auf, wie man mit wenigen Worten und Bildern etwas Besonderes schaffen kann.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten einen sehr interessanten und aufschlussreichen Tag mit einer Menge praktischem Handwerkszeug für die eigene Vereinsarbeit. Am Ende bedankten sich alle bei Andreas Kranich, der das Seminar sehr interessant, abwechslungsreich und praxisnah gestaltete.