Rückblick Frühjahrsseminar 2019

„Der attraktive Sportverein. Gewinnung von Haupt- und Ehrenamtlichen“

Boris Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Freiburger Kreises, begrüßt die 160 Seminarteilnehmer. Damit ist das Frühjahrsseminar ausgebucht und verzeichnet damit wiedermal ein hohes Interesse. Mit dem Thema „Der attraktive Sportverein. Gewinnung von Haupt- und Ehrenamtlichen“ greift der Freiburger Kreis eine der wichtigsten Säulen des Vereinslebens auf. Die Attraktivität eines Sportvereins hängt maßbeglich hiervon ab. „Gewinnung hängt davon ab, wie ein Sportverein aufgestellt ist. In diesem Bereich muss man anpassungsfähig sein, um auch junge Engagierte gewinnen zu können“ so Schmidt.

Die anschließende Podiumsdiskussion vertieft das Gesagte. Seit etwa zwei Jahren ist die Staatssekretärin des Landes NRW, Andrea Milz, mit Ihrem Team für das Ehrenamt unterwegs. „Mit dieser neuen Position werden die Themen viel schneller umgesetzt“, stellt auch Dr. Christoph Niessen, Vorstandsvorsitzender des LSB NRW, fest. So bunt wie ihr Erscheinungsbild sind auch die Ideen von Andrea Milz, die auch in gewinnbringender Kooperation mit dem LSB erarbeitet und umgesetzt werden können. „Die Spitze muss es aber mit leben!“, sagt Schmidt. Für eine Engagement-Strategie bereist Milz aktuell die Regionen des Landes. „Keine kann mir entgehen“, stellt sie in Aussicht. Aus diesen Eindrücken sollen entsprechende Impulse für die Planung zukünftigen Ehrenamts resultieren. Insbesondere digitales Ehrenamt ist ein Impuls. Zur Gewinnung von Ehrenamt äußert Niessen: „Ein Dachverband kann kein Ehrenamt für die einzelnen Sportvereine generieren. Ein Sportverein muss ehrenamtsfreundlich, attraktiv sein.“ Hierbei ist festzustellen, dass es das Ehrenamt weiterhin gibt. „Die Engagierten fallen aber nicht von Bäumen“, illustriert er.

Mit dem Blick auf neue Investitionen wird festgehalten, dass 300 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 die Sportstätten im Land NRW ausbauen und verbessern sollen. Flächendeckend soll diese Investition, die für Vereine gedacht ist, zum Einsatz kommen. Die Mitgliedsvereinen des LSB NRW sollen hiermit stark gemacht werden. Bundesweit gesehen sind die meisten Programme für Sportstätten für Vereine geschlossen. „Der Bund muss daran interessiert sein, dass es gute Sportstätten gibt“, sagt Schmidt. Das, was in NRW umgesetzt wurde, ist entsprechend vorbildlich und notwendig. „Dies sei der richtige Weg“, so Schmidt. Dass Lobbyarbeit hierbei auch entscheidend sei, bestätigt auch Milz. „Aber auch die Sportvereine müssen trommeln, sie müssen sich melden!“. „Sportvereine bedienen mittlerweile mehr Bereiche als nur Wettkampfsport. Inklusions-, Integrationsangebote, Sport für Ältere usw. sind heutzutage tägliche Bewegungseinheiten. Für die Übernahme dieser Aufgabengebiete müsste der Sportverein entsprechend honoriert werden“, ergänzt Schmidt zum Abschluss der Runde.

„Freude ist Grundlage mehr von etwas zu wollen.“
(VORTRAG: MAX FINZEL)

Anschließend verdeutlicht Max Finzel, Junioren Europameister im Kunstturnen, am Beispiel des riskanten Elements „Breitschneider“ am Turngerät Reck, dass man erstmals den Kopf von den Hindernissen frei bekommen muss. Im ersten Schritt muss man Achtsamkeit entwickeln, um den Punkt zu identifizieren, an dem man eine Grenze erfährt. Ruhe, Rückzug und Reflexion sind nun die folgenden Schritte, um daraufhin ein Bewusstsein zu entwickeln diese Blockaden aufzulösen. Dass man seine inneren Grenzen überwinden kann, illustriert er am weiteren Beispiel von Andreas Toba, der trotz Knieverletzung für sein Team am Pauschenpferd antritt und unter Schmerzen seinen Beitrag zum Teamerfolgt leistet. Finzel sieht hier ein Zeichen dafür, dass ein Mensch in der Lage ist über seine Grenzen hinaus zu gehen.

Seinen Geist entsprechend grenzüberschreitend zu trainieren, ist nicht nur für Leistungssportler unerlässlich. „Wenn wir uns mit System und Vision auf den Weg machen, ist es wahrscheinlicher sein Ziel zu erreichen“, so Finzel. Entwicklungspotentiale, also mögliche Zielerreichungen, sind maßgeblich für die Attraktivität eines Sportvereins, der Engagierte gewinnen möchte. Vorhandener Gestaltungsfreiraum muss unabdingbar gegeben sein. „Gestaltungsfreiraum heißt: das zu tun, was das richtige ist.“ Darüber hinaus und wahrscheinlich am Wichtigsten ist die Gemeinschaft. Gemeinschaft ist dabei nicht nur die Zeit, die man im Büro verbringt. „Wenn Sie es schaffen eine Emotion zu entwickeln, die Ihre Mitglieder und Mitarbeiter weitertragen, dann haben Sie alles erreicht.“ Geld ist nicht der entscheidende Anreiz. „Emotionen sind nicht käuflich“, schließt Finzel seinen Vortrag.

2. Seminartag des Frühjahrsseminars

Den nächsten Seminartag beginnt Vorstand Klaus-Jürgen Eggert mit der Vorstellung des Brühler TV 1879. Wichtige Entscheidungen in der Vergangenheit haben dazu beigetragen, dass der BTV ca. 10.000 Mitglieder bewegt. Eigene Bewegungsräume und Hauptamtlichkeit tragen zur Selbstständigkeit bei und verschaffen dem Sportverein ein solides Fundament. Die dargestellte Geschichte des Vereins stellt in klarer Weise die Entwicklung des Sports dar.

Überblick über den Sport-Arbeitsmarkt
(VORTRAG: PROF. DR. LUTZ THIEME)

Nach der Vorstellung des Gastgebervereins gibt Prof. Dr. Lutz Thieme von der Hochschule RheinAhrCampus einen aktuellen Überblick über den Sport-Arbeitsmarkt. Thieme erläutert die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Die Rate der Erwerbstätigen steigt an, die Arbeitslosenzahlen sinken. Im Bereich der Ausbildung bleiben immer noch Stellen unbesetzt. „Gleichzeitig hat der Drang an die Hochschulen zugenommen“, so Thieme. Dieser ist jedoch rückläufig. Demografisch betrachtet ist die Sterberate höher als die Geburtenrate, obwohl diese in den vergangenen Jahren gestiegen ist. „Die Folge ist eine alternde Gesellschaft, die sich ebenfalls auf dem Arbeitsmarkt zeigen wird“, erläutert er. Dabei ist die Nachfrage der Unternehmen nach Fachkräften historisch hoch und kann durch die Gesellschaft nicht bedient werden. Dieses wird als stärkstes Geschäftsrisiko innerhalb der Unternehmen gesehen. Die Nachfrage nach Fachkräften müsste dazu führen, dass es einen Lohnzuwachs gibt. „Doch ist dies nicht zu beobachten, für Ökonomen ein Phänomen, das vorerst nicht zu erklären ist.“

Mit Fokus auf den Sport sind die Wertschöpfung sowie die Gesamtbeschäftigung eher rückläufig. Diejenigen, die im Sport arbeiten müssen dabei Kompetenzen mitbringen. Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz bilden hier den nötigen Rahmen. Insbesondere in der Methodenkompetenz, speziell in der Analysefähigkeit und Datenkompetenz, ist eine Zunahme zu erwarten. Darüber hinaus werden unternehmerischen Denken und digitale Leistungsfähigkeit zukünftig mehr gefordert sein. Die bereitstehenden Möglichkeiten der Aus-, Fort- und Weiterbildung des DOSB bilden eine Grundlage. Diese wird tendenziell weniger nachgefragt. Dabei gibt Thieme den Hinweis, dass eine hohe Drop-Out-Rate vorliegt, also ein kurzweiliger Einsatz von Ausgebildeten Sportkräften. In der Ausbildung von Sport- und Fitnesskaufleuten zeigt er eine hohe Abbrecherrate auf. „Da muss man sagen, dass das Matching zwischen Bewerbern und Ausbildungsstellen relativ ungünstig“, gibt er zu bedenken. Insgesamt ist die Nachfrage nach dieser Ausbildung deutlich höher als das Angebot, jedoch ist dieses mittlerweile stabil und im Branchenvergleich als angemessen anzusehen. Mit Blick auf Hochschulangebote im Sport stellt Thieme einen Zuwachs von 60% seit 2007/2008 fest. Dennoch sind die Absolventenquoten geringer geworden. Etwa 1000 Absolventen des Sportmanagements kommen auf den Arbeitsmarkt.

Thieme gibt den Ausblick, dass eine Abwanderung aus dem Arbeitsfeld Sport vorliegt. Die Herausforderung der Sportvereine besteht an dieser Stelle darin, sich entsprechend attraktiv aufzustellen.

Jana Hasenberg, ehemals Internationales Paralympisches Komitee (IPC), übernimmt und gibt eine Einsicht in das Ehrenamts-Management des IPC. Für die Umsetzung der Vision den IPC Sportlern mit Behinderungen Leistungssport zu ermöglichen, bedarf es zahlreicher Engagierter. Mit dem Fokus auf die freiwillig engagierten Klassifizierer und Schiedsrichter des IPC beschreibt sie den Sachverhalt an Beispielen. Mit Verweis auf den gezeigten Engagementlebenszyklus stellt sie voran: „Wenn man wissen will wo man anfangen muss, ist eine Bedarfsanalyse nötig“. Mit deren Ergebnissen müssen Schwerpunkte gesetzt werden. Das IPC hat hierbei die Aus- und Weiterbildung herausgearbeitet. Weiterführend soll man „einfach denken“. Rückmeldung aus den Reihen der Engagierten zeigen auf, dass es oft die einfachen Dinge sind, die etwas verbessern würden. „Darüber hinaus nützt es nichts Engagement-Management zu betreiben, ohne die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen bereit zu stellen,“ macht sie deutlich. Sie appelliert abschließend an die zuhörenden Sportvereinsvertreter dieses Thema für sich aufzunehmen und sich auf den Weg zu machen. Ein erster Schritt könnte der Besuch des Engagement-Seminars des Freiburger Kreises am 26. September 2019 in Bad Homburg sein.

Podiumsdiskussion "Das sagt die Jugend"

Die anschließende Podiumsdiskussion „Das sagt die Jugend: So machen Sie Ihren FK-Verein für junge Menschen attraktiv!“ gibt Impulse zur Gewinnung Engagierter aus der Perspektive der Jugend. Vera Pruskowski, Brühler TV äußert: „Die Möglichkeit mit einer Vielzahl von Menschen zu arbeiten, macht es aus.“ Durch das typische Vereinsleben ist sie Co-Trainerin geworden und wurde durch persönliche Ansprache durch einen Kursleiter selbst zur Kursleiterin. Die Freude am und durch den Sport ist es, die sie reizt. „In unserer Generation ist der Wunsch nach Freiraum und Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden. Diesen muss genutzt werden“ verdeutlicht sie. Lukas Hahnsch, Eintracht Hildesheim, beschreibt: „Ich fühle mich im Sportverein verankert, es ist für mich eine Herzensangelegenheit.“ Sein Übungsleiter-Engagement im Sport resultierte damals ebenso aus direkter Ansprache. Hahnsch beschreibt seine damalige Perspektive, die ihm aufgezeigt wurde und weshalb er sich entschied die Ausbildung im Sport zu beginnen. Um junge Menschen zu Engagierten im Sportverein zu machen sollte man viel mit Projekten arbeiten, empfiehlt er. „Von der Führung muss aber die Unterstützung vorhanden sein!“Jendrik Poggensee, TSG Bergedorf, reflektiert: „Durch mein FSJ in der TSG Bergedorf habe ich den Verein erst richtig kennengelernt.“ Einen Ansprechpartner und Begleiter braucht man jedoch. Dann ist es einfacher. Jolene Kuberth, TSV Bayer 04 Leverkusen, nimmt den Aspekt Poggensees auf und bestätigt: „Wir sind auf Augenhöhe gestartet und wurden gut eingewiesen. „Für mich war es die ideale Möglichkeit eine andere Seite meines Sportvereins kennenzulernen.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion wird deutlich, dass es die inneren Emotionen sind, die die Diskussionsteilnehmer an ihren Verein binden. Eine klare Struktur, gute Kommunikation und die Chance sich weiter zu bilden sicherten die Motivation an der Mitarbeit im Sportverein. Negativ stellen die Teilnehmer der Diskussionsrunde voran, dass die Ansprüche gegenüber den freiwillig Engagierten seitens der Eltern oder Kursteilnehmer teilweise hoch sind und manchmal einen Schatten werfen.

Motivationen zum Engagement im Verein
(VORTRAG: ERHARD RAßLOFF)

Aufbauend auf die Wortbeiträge übernimmt Erhard Raßloff, Sprecher des Kompetenzteams Ehrenamt in Ratingen. Der übergreifende Blick Raßloffs beschreibt eine Engagement-Landschaft in der der Sport gut aufgestellt ist. Aus seiner Sicht steht dem Sportverein eine ausreichende Zahl an möglichen Engagierten zur Verfügung. Diese müssen nur angesprochen werden. Entscheidend sei, dass man eine Person damit beauftragt diese Aufgabe zu übernehmen, die sich mit den Strukturen des Vereins auskennt. Nach der internen Suche müsste man dann den Bedarf öffentlich machen. Kontakt zu Unternehmen ist hilfreich, um an zukünftige Ruheständler zu kommen. „Insbesondere großen Firmen sind daran interessiert sich hierüber sozial zu engagieren“, so Raßloff.

Frauen in Führungspositionen im Sport

In der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ äußern sich Annette Böhle (Präsidentin KSV Baunatal), Michaela Engelmeier (Vizepräsidentin Breitensport LSB NRW), Dr. Andrea Fröhlich (Vorsitzende Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter), Danjana Rey (Bundesliga-Basketballschiedsrichterin). Ausdauer, Begeisterung, Zielstrebigkeit sowie Durchsetzungsstärke sind für die Damen der Runde die Eigenschaften, die man als weibliche Führungskraft im Sport mitbringen muss. Immer noch sind Frauen in der Minderheit und auch unter den FK-Vereinen sind Frauen in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. „Entscheidend ist es, jemanden an der Seite zu haben“, verdeutlicht Fröhlich und beschreibt ihren Werdegang. „Woran liegt es, dass die Frauen nicht da sind?“ fragt Moderatorin Anke Feller provokant. „Frauen wollen erstmal alles darüber wissen. Ihnen fehlt der Mut sich auf etwas Unbekanntes einzulassen“, meint Böhle. In den notwendigen Bereichen liegt es an der Unterstützung sich als Frau im Ehrenamt behaupten zu können. Darüber hinaus ist Zeitmanagement entscheidend, gerade wenn man auch noch voll im Beruf steht. Fröhlich ärgert weiter, dass ein freiwilliges Engagement von anderen auch gern mal in Frage gestellt wird. Dabei ist man mit einem freiwilligen Engagement auch Vorbild für die eigenen Kinder, ergänzt Engelmeier. Doch der ständige Einbezug, begünstigt durch die Digitalisierung, belastet zunehmend. Weiter ist immer mehr Wissen in verschiedensten Bereichen notwendig, um angemessen agieren zu können. „Und die Familie muss da schon mitgehen“, bestätigen alle. Man muss für sich den Weg finden, der es ermöglicht sein Engagement im Umfeld des Alltags einbringen zu können. Um dem Engagement ein Ende zu setzen oder dies zu minimieren bedarf es ausbleibendem Spaß am Tun oder entsprechende Forderung aus der Familie. „Wenn der Spaß am Engagement nicht mehr da ist, nützt auch die tollste Familie nichts“, bringt es Engelmeier auf den Punkt. Dies haben alle Ehrenamtlichen gemeinsam. Es muss gelingen, auch die Familie zu integrieren. Ein Verein, der Frauen in Führungspositionen aufweisen kann, sieht anders aus, wird aus dem Plenum geäußert. Dies bestätigt die Diskussionsrunde. Es liegt in der Hand der Vereine sich zu öffnen und Möglichkeiten mit entsprechender Unterstützung und Begleitung zu schaffen und Frauen anzusprechen. Dieses Thema wird auch in Zukunft die Sportvereinslandschaft beschäftigen und in der Diskussion bleiben.

Best-Practice-Beispiele
Turnerschaft 1882 Klein-Krotzenburg

Innerhalb der weiterführenden Vorträge der Best-Practice-Beispiele der Vereine erläutert Thomas-Oliver Petzold den Erfolg der Turnerschaft 1882 Klein-Krotzenburg in der Neubesetzung von Ämtern des Vereins. Der hessische Verein und Gewinner des hessischen Zukunftspreises kann einen Frauenanteil von 75% im Vorstand vorweisen und hat den Altersdurchschnitt um fast 30 Jahre reduziert. Beispielhaft beschreibt er das nötige Vorgehen, ein dreimonatiger Prozess unter dem Motto „Gib uns dein Talent.“

TV Jahn-Rheine
Melanie Reinhold übernimmt und beschreibt die Mitarbeitergewinnung und -bindung im TV Jahn-Rheine 1885 e.V. Der Turnverein unterhält eine Vielzahl an attraktiven Rahmenbedingungen für seine Mitarbeiter, hat sich in den Strukturen angepasst und wirbt mittlerweile für die zahlreichen Stellen und präsentiert sich als attraktiver Arbeitgeber.

ASC Göttingen
Der ASC Göttingen von 1846 e.V, vertreten durch Jörg Schnitzerling, versteht sich als großer und attraktiver Arbeitgeber. Die Mitarbeiter sind das Kapital des Vereins, das sich der Verein Tag für Tag erarbeiten muss. „Der Übungsleiter und Trainer ist unsere Visitenkarte“, verdeutlicht Schnitzerling. Der ASC hat auch Vorgaben im Ehrenamt beschlossen. Unter anderem festgelegte Sitzungslängen und Altersgrenzen schaffen Verlässlichkeit für alle Seiten. Der Verein muss den richtigen Rahmen schaffen, damit sich Mitarbeiter für den Verein als Arbeitgeber entscheiden.

Employer Branding
VORTRAG GREAT PLACE TO WORK
Aus der Frage „Was muss gegeben sein, um seinen Arbeitsplatz als ´Great Place to work´ zu beschreiben?“ ist ein Konzept entstanden, das Georg Reckersdrees und Kolja Schuler vorstellen. Die gleichnamige Initiative beschäftigt sich mit der Kultur des Arbeitsumfeldes, analysiert diese und zeichnet auch Unternehmen aus. Vertrauen ist dabei maßgeblich, dass die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen stimmt. Dieses Vertrauen aufzubauen benötigt Zeit. Eine Auszeichnung als „Great Place to work“ wird von Unternehmen genutzt, um sich attraktiv darzustellen. Neben der Außenwirkung kann das Unternehmen auch nach innen positiv wirken. Ein Überblick über ausgezeichnete Unternehmen weist eine hohe Vielfalt auf. Sportvereine sollten auch einen prüfenden Blick auf ihre Kultur als Arbeitgeber richten und hiermit die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern positiv zu beeinflussen.

3. Seminartag des Frühjahrsseminars

In der Infobörse zeigt sich vielfältig mit einem Bericht des TV 1848 Erlangen über den Erfolg beim Wettbewerb Goldener Stern des Sports 2018, einem Projektbericht „Digitalisierung“ des ETV Eimsbüttel sowie der TSG Bergedorf, sowie der Vorstellung „Donaurunning“ als Leuchtturmprojekt für die Zusammenarbeit zwischen Kommune und Sportverein SSV Ulm 1846. Ebenfalls präsentiert Eintracht Hildesheim Entwicklungsmöglichkeiten für junge Menschen im Sportverein.

Ein Bericht aus den Arbeitskreisen sowie ein Einblick in die Inhalte des Nachwuchsführungskräfteseminars unter dem Thema „Zusammen erfolgreich – Teamarbeit effektiv gestalten“ komplettiert diesen Informationsbereich. Anschließend werden ausgewählte Ergebnisse der Vergütungsumfrage innerhalb der Freiburger Kreis-Vereine vorgestellt, bevor Horst Lienig wissenswertes aus diesem Bereich mitteilt. Den Abschluss gestalten Constanze Gawehn und Melinada Strätz vom DOSB, die das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT und das Projekt Platzwechsel vorstellen.

Mit dankenswerten Worten vom Vorsitzendenden Boris Schmidt endet das Frühjahrsseminar 2019 mit dem Ausblick auf das folgende Seminar, das in Kiel vom 24.-26. Oktober stattfinden wird, und den Bereich Corporate Social Responsibility zum Thema hat.