Aktuelles

07.01.2018

Termine 2018

Der Freiburger Kreis hat sich für das Jahr 2018 wieder einiges vorgenommen. Neben der erweiterten Auswahl an Tagesseminaren soll unter anderem erstmals ein FK-„E-Sport“-Turnier stattfinden, welches die Vereine dabei unterstützen soll, diese noch junge „Sportart“ in ihren Vereinen zu etablieren. 

Beim erstmaligen „Ehrenamts-Seminar“ in Behrensdorf (Ferienlager der TSG Bergedorf) werden Vertreterinnen und Vertreter des Freiburger Kreises gemeinsam Ideen und Strategien erarbeiten, um ein erfolgreiches und nachhaltiges Freiwilligen-Management in ihren Vereinen zu installieren.
 

 

2018 - alles auf einen Blick!

22.12.2017

Frohe Weihnachten und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr

Alle Jahre wieder sind die Tage vor Weihnachten turbulent und hektisch. Schnell noch Dinge erledigen, die wir lange aufgeschoben haben.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest, besinnliche ruhige, aber auch fröhliche Tage in der Familie und mit Freunden.
Für das neue Jahr wünschen wir viel Glück, Erfolg, Zufriedenheit und Frohsinn!

Ihr Freiburger Kreis-Team

16.11.2017

Gesellschaft der Zukunft

Vortrag von Kai Gondlach beim Herbstseminar 2017 in Baunatal

Wie leben und arbeiten wir in der Zukunft? Antworten auf diese spannende Frage gab 5 Sterne Redner Kai Arne Gondlach in seinem mitreißenden Vortrag am 19. Oktober beim Herbstseminar in Baunatal.

Der Visionär machte deutlich: Zukunft bedeutet Veränderung, Weiterentwicklung und Wandel. Wer das versteht, sichert sich erfolgreich Märkte von Morgen und verschafft sich Wettbewerbsvorteile. Sowohl das Konsumverhalten als auch Produkte und die Arbeitswelten, die sich aus den digitalen Optionen ergeben, unterliegen einem tiefgreifenden Wandel. „Sichern Sie sich Vorteile für das Leben von morgen, denn Zukunft kommt nicht einfach, Zukunft wird gemacht!“, appellierte Kai Gondlach an sein Publikum.

Der grundlegende Umbruch zieht sich laut dem Zukunftsforscher durch alle Bereiche, sowohl beruflich als auch privat. Der 5 Sterne Redner hob zentrale Entwicklungen der Arbeitswelt von morgen hervor:

Kunden und Arbeitnehmer, quer durch alle Altersgruppen, nutzen inzwischen digitale Geräte – im Sportbereich sind das z.B. Fitnesstracker - und sind damit praktisch immer online. Dadurch verändern sich ihre Ansprüche, während die Loyalität eher abnimmt. Über Vergleichsportale im Internet wird die ganze Bandbreite der Angebote zur gesuchten Ware oder Dienstleistung auf einen Blick sichtbar und muss allzeit verfügbar sein. Diese Veränderungen haben unter anderem auf die Warenlogistik und den Datenaustausch in Unternehmen gravierende Auswirkungen. Produktions- und Planungsprozesse unterliegen einem so tiefgreifenden Wandel, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen in Zukunft global denken müssen. „All diese Herausforderungen können auch als Chancen gesehen werden“, betonte Zukunftsforscher Kai Gondlach.

Für Sportvereine und Verbände bedeute dies konkret, sich verstärkt um Marketingaktivitäten wie etwa Kundensegmentierung zu kümmern, also unterschiedliche Gruppen potenzieller und bestehender Mitglieder und deren Konsum- und Freizeitverhalten zu identifizieren. So gebe es etwa die Gruppe der „community-affinen Identitätssucher“, die ein Erlebnis mit ihrem Verein verbinden wollten. „Individualisierung ist König, wenn es um die Ansprache Ihrer Mitglieder geht“, sagte der Trendforscher und Vortragsredner. Niemand wolle einen Standard-Rundbrief haben. Dennoch sollten Vereine nicht zögern, Daten von ihren Mitgliedern zu erheben. Laut Gondlach seien viele Menschen heute bereit, ihre Meinung und Wünsche zu äußern, wenn sie im Gegenzug verbesserte Leistungen erhalten. Eine Datensammlung biete „einen großen Schatz“, um personalisierte Zusatzangebote im Produkt-, Dienstleistungs- oder Therapie-Umfeld zu versenden und damit eine neue Einnahmequelle zu erschließen, führte der Zukunftsforscher weiter aus.

Text: Tanja Ohnesorg

15.08.2017

Freiburger Kreis gewinnt neue Sponsoren

Vom 19. bis 21. Oktober findet in Baunatal das Herbstseminar zum Thema „Gesellschaft der Zukunft – Wie positioniert sich der FK-Verein?“ statt. Wie in den vergangen Jahren präsentieren sich unsere Firmenpartner in einer kleinen Ausstellung. Kurzfristig ist ERIMA als Premiumpartner sowie Frosch Sportreisen, GANTNER Electronic und TTools als Seminarpartner hinzu gekommen. Alle werden in Baunatal vor Ort sein und sich präsentieren. 
 

ERIMA vereint die Erfahrung einer mehr als 100-jährigen Tradition und die Dynamik einer starken Marke: Als Spezialist im Teamsport zählt ERIMA zu den führenden Sportmarken. Fußball, Handball, Volleyball, Tennis, Turnen, Running, Leichtathletik – all diese Sportarten bedient ERIMA mit hochwertiger Spiel- und Trainingsausrüstung für das gesamte Team. Textilien wie Trainingsbekleidung, Trikots oder Shorts sowie Taschen, Bälle und Accessoires gehören zum Angebot. Durch die Erfahrung als Teamsportspezialist versteht ERIMA die Bedürfnisse von Vereinen und Verbänden und bietet ein entsprechendes Angebot. Neben höchster Qualität ist es vor allem die Lieferfähigkeit, die die Marke auszeichnet: Alle Artikel sind in den umfassenden Größenläufen auch in großen Mengen sofort lieferbar. Für alle Teamsport-Linien wird außerdem eine vierjährige Nachlieferfähigkeit garantiert.
Von der Qualität der Produkte überzeugt ERIMA auch zahlreiche Profivereine und Verbände. Dem Unternehmensmotto „Gemeinsam Gewinnen“ entsprechend unterstützt ERIMA unter anderem Fußball-Bundesligist 1. FC Köln, den deutschen Handballmeister Rhein-Neckar Löwen, den Deutschen Turnerbund und den deutschen Meister im Volleyball, die Berlin Recycling Volleys, als offizieller Ausrüster.
Gegründet wurde ERIMA im Jahr 1900 und ist damit der älteste noch existierende Sportartikelhersteller in Deutschland. In der Vergangenheit rüstete die erfolgreiche Traditionsmarke unter anderem die deutsche Olympiamannschaft und Fußballnationalmannschaft aus. Seit 1996 im Unternehmen hat sich der heutige Inhaber Wolfram Mannherz ein großes Ziel gesetzt: der größte Teamsportanbieter Europas zu werden.
Kontakt: Tel: 07121 342-0, info@erima.de

Frosch Sportreisen ist Spezialveranstalter für Sport- und Aktivreisen mit Fokus auf Reisezielen abseits des Massentourismus in exklusiven Unterkünften, einer umfangreichen Betreuung durch speziell ausgebildete Reiseleiter und Sportanimateure sowie diesem speziellen Frosch-Gefühl, das zwanglos individuelle Reisen und gemeinsame Erlebnisse vereint.
Neben weltweiten Fernreise-Zielen, Wandertouren oder sportlichen Wander- und Mountainbike Kreuzfahrten und Segelreisen bilden die Frosch Sportclubs den Kern des Programms. Vielfältige Sportangebote und -material, geführte Wanderungen oder Mountainbiketouren – große Teile des Sportangebots sind bereits im Preis enthalten.
In individuellen Vereinskooperationen bieten wir Mitgliedern der FK-Vereine Rabatte auf ausgewählte Reisen. Sprechen Sie uns an.
Kontakt: Sebastian Rosendahl, Tel.:0251 927 88 78, sebastian.rosendahl@frosch-sportreisen.de

GANTNER ist seit 35 Jahren eines der führenden Unternehmen im Bereich von elektronischen RFID-Lösungen für Check-In und Schrankschließsysteme in Vereinen bzw. Sportvereinszentren, Fitnessanlagen und Bädern/Thermen.Wir vereinen alle aufwendigen Zutritts-, Abrechnungs- und Schrankschließsysteme unter einem Dach. Einfach, sicher, bargeldlos und nach den Maßstäben des Kunden ausgerichtet. Zwischen der Tiefgaragenzufahrt und dem Auschecken der Mitglieder funktioniert alles mit einem Chip. Und dazwischen liegt einiges: Drehkreuze, Kassensysteme, Garderobenschränke, spezifische Zutrittsberechtigungen sowie vieles mehr…
Personal entlasten, Kosten senken, Umsätze steigern und gleichzeitig die Sicherheit und den Komfort in der Anlage erhöhen – Wir machen es möglich!
Kontakt: Wahied Habib, Tel.: 0234 588 96 0, wahied.habib@gantner.de

TTools bietet die Softwarelösung mit der die Arbeit  Spaß macht: Für die Abrechnung des Rehasports/Funktionstrainings bietet die Firma TTools eine webbasierte Softwarelösung. Die Software ist unabhängig von Abrechnungszentren zu verwenden, es entstehen keine Abrechnungsgebühren. Die Unterschriftenerfassung erfolgt komplett papierlos.
Mit einem selbstständig arbeitenden Check-In melden sich die Teilnehmer über ihre Versichertenkarte an und unterschreiben elektronisch auf einem zertifizierten Pad. Das System organisiert Wartelisten, prüft täglich auf ausgelaufene Verordnungen und entfernt diese dann aus dem Kurs. Die Abrechnung erfolgt nach einer Prüfung der Eingaben schnell mit wenigen Mausklicks. Eine Übersicht aller Abrechnungs- und Zahlungsvorgänge ist gewährleistet. 
Das System TTools ist langjährig erprobt, zahlreiche Großvereine nutzen TTools erfolgreich.
Kontakt: Tel.: 0173-1752955, www.theratools.de

07.07.2017

Ausblick auf das FK-Herbstseminar 2017

Der Freiburger Kreis lädt vom 19. bis 21. Oktober 2017 zum Herbstseminar nach Baunatal ein. Die Seminartage stehen unter dem Arbeitstitel: Gesellschaft der Zukunft – Wie positioniert sich der FK-Verein?

Zukunftsträchtiger Donnerstag

Beginnend am Donnerstag gilt es das Gelände des gastgebenden Kultur- und Sportverein Baunatal e.V kennenzulernen. Im Anschluss daran folgt die allgemeine Begrüßung und Eröffnung des Herbstseminares. Der Einstieg gelingt über ein sportpolitisches Forum „Sport (Sportvereine) in der Stadtentwicklung“. Freiburger Kreis Vorsitzender Boris Schmidt wird im Folgenden in das Seminarthema einleiten woraufhin ein Impulsvortrag des 5-Sterne-Redners Kai Gondlach anschließt. Als Zukunfts- und Trendforscher hat er Ereignisse im Blick, die in weiter Ferne liegen und so wird er dieses Wissen nutzen, um die Zukunftsgesellschaft für die Seminarteilnehmer zu eröffnen. Der Abschluss des Tages gestaltet sich im Baunataler Brauhaus Knallhütte.

Arbeitsreicher Freitag

Der arbeitsreiche Folgetag wird mit einem Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Mittag (DSHS, Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung) eingeleitet, der das Thema der Zukunftsgesellschaft auf den Sport beziehen wird. Auf Grundlage der gehörten Inhalte ist es nun an den Teilnehmern, sich aktiv in Arbeitsgruppen einzubringen. Drei Gruppen werden angeboten und die Teilnehmer aufgeteilt. Dabei kann jeder Teilnehmer folgende Arbeitsgruppenthemen nacheinander wahrnehmen:

a) Wie kommt der Verein zu Zielen und Strategie?

b) Quartiersverein oder originärer Sportverein?

c) Angebote der Zukunft für FK-Vereine

Am Nachmittag erfolgt die Zusammenfassung der Arbeitsgruppeninhalte bevor sich die Teilnehmer am Abend in der Stadthalle einfinden.

Informativer Samstag

Der Abschlusstag des Herbstseminars 2017 wird mit der Infobörse beginnen. Die Themen Inklusion, Studioleiter-Netzwerk sowie Jugendlager/Freizeiten der TSG Bergedorf werden Inhalt sein. Den informativen Abschluss bildet daraufhin ein Kennzahlen-Vergleich der Vereine des Freiburger Kreis, bevor die Teilnehmer verabschiedet werden.

Der Freiburger Kreis freut sich auf zahlreiche Interessierte und lohnende Seminartage in Baunatal.

Einladung und Anmeldeformular für das Hauptseminar

NWFK: Einladung und Anmeldeformular

Flyer HS 2017

26.04.2017

Boris Schmidt trifft Michaela Röhrbein (Generalsekretärin des Deutschen Turnerbundes)

Bei einem Treffen der Generalsekretärin des Deutschen Turnerbundes, Michaela Röhrbein, und des Vorstandsvorsitzenden des Freiburger Kreises, Boris Schmidt, in Hamburg-Bergedorf, wurden neben der Besichtigung der Sportanlagen der TSG Bergedorf auch allgemeine sportpolitische Themen besprochen. Man war sich einig, den Gedankenaustausch in Zukunft fortzusetzen und vereinbarte einen regelmäßigen „Jour Fixe“.

Interessante Links: www.vereinehh.de, www.dtb-online.de

01.03.2017

Stellenmarkt - Buxtehuder SV

Freie Stellen in den Bereichen Sport und Buchaltung

Der Buxtehuder SV ist auf der Suche nach Unterstützung in folgenden Bereichen:

 

Stellenanzeigen zum Download

07.02.2017

Frühjahrsseminar „Sicherheit im Sportverein – Bürokratiewahnsinn oder Selbstverständnis“
mit Nachwuchsführungskräfte-Seminar

30. März – 1. April 2017

Beim Frühjahrsseminar in Heidelberg (ausrichtender Verein: TSG Rohrbach)  wird sich alles um das Thema Sicherheit drehen, wobei in Vorträgen und Diskussionen unterschiedlichste Facetten beleuchtet werden.
Einen Schwerpunkt bildet der Bereich Gebäudesicherheit. Hier geht es beispielsweise um Brandschutz, aber auch um die Frage der Betreiberhaftung. Weitere Themenfelder sind Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch die Gefährdungsbeurteilung, wichtig sind jedoch auch die Arbeitsbedingungen. Nicht nur im Jugendbereich sind die Themen Aufsichtspflicht und Schutz vor sexualisierter Gewalt von Bedeutung. Die Ergebnisse aller Vorträge und Diskussionen sollen konkrete Hilfestellungen für die Vereinsvertreter sein, wie sie sich den einzelnen Aspekten nähern oder sie noch fundierter umsetzen können.
Am Samstag wird Horst Lienig u.a. über den steuerlichen Umgang mit entgeltlicher Hallennutzung referieren. Für die Nachwuchsführungskräfte (bis einschließlich 26 Jahre) bieten wir am Freitag, dem 31. März, zusätzlich ein Seminar zum Thema „Achtung Fettnäpfchen – unfallfrei durch den Arbeitsalltag“ an.

Weitere Informationen

02.08.2015

Sportpolitisches Forum in Ratingen

Beim Frühjahrsseminar des FK am 7. Mai in Ratingen behandelte das sportpolitische Forum in drei Arbeitskreisen das Thema „Kooperationen als Mittel der Politikgestaltung der Sportvereine“.

Kooperationen werden von den Sportvereinen offenbar immer mehr als nützlich und notwendig eingeschätzt. Sportvereine arbeiten mit Organisationen aus dem eigenen Sektor, also anderen Sportvereinen, aber auch mit Einrichtungen aus ganz anderen Sektoren, wie etwa Schule, Kindergarten, Krankenkasse, Ämtern der kommunalen Verwaltung, Wirtschaftsunternehmen und kommerziellen Sportanbietern zusammen. Hier zeigt sich aufgrund ihrer Vielfalt und Vielschichtigkeit eine hohe „Anschlussfähigkeit“ der Sportvereine. Der Sportentwicklungsbericht macht deutlich, dass im Zeitraum von 2009 bis 2014 Kooperationen von Sportvereinen mit Einrichtungen aus den verschiedenen Sektoren bei der gemeinsamen Angebotserstellung als besonders intensiver Form der Zusammenarbeit erheblich zugenommen haben.

Offensichtlich eignen sich aus Sicht der diskutierenden Sportvereinsvertreter Kooperationen als Mittel für zahlreiche Zwecke, wie die angeführten Beispiele veranschaulichen.

Kooperationen Sportvereine mit Ganztagsschule

  • Etablierung als Partner in der lokalen Bildungslandschaft
  • Mitglieder gewinnen / bewahren
  • Talente entwickeln
  • Sportstättenkapazität sichern

Kooperationen Sportvereine mit anderen Sportvereinen

  • Angebotsergänzungen
  • gemeinsame Jugendveranstaltungen
  • gemeinsames Veranstaltungsmarketing
  • sportliche Interessengemeinschaft im Wettkampfsport
  • Ressourcenbündelung
  • Einkaufsgemeinschaften
  • gemeinsame politische Interessenvertretung in Kommune

Kooperationen Sportvereine mit kommerziellen Organisationen

  • Angebotsausweitung
  • freie Ressourcen nutzen
  • Mitgliedergewinnung
  • Service für Vereinsmitglieder
  • Netzwerkbildung
  • Verbesserung Status des Vereins in der Gemeinde

Fasst man die vielfältigen genannten Gründe für eine Partnerschaft zusammen, so geht es insbesondere um

  • Komplementarität
  • wechselseitigen Austausch
  • Erzielung von Legitimation
  • Effizienzverbesserung /Synergieeffekte
  • Ressourcennutzung/Pooling
  • Existenzsicherung
  • Positions-/Einflusssicherung und –verbesserung

 

Als wichtige Bedingungen für das Eingehen von Partnerschaften und deren erfolgreiche Gestaltung kristallisierten sich heraus:

Vertrauen und Verlässlichkeit
Beide bilden eine entscheidende Basis für eine Zusammenarbeit und nicht zuletzt auch für deren Nachhaltigkeit. Kooperation ist immer auf Gegenseitigkeit gestützt. Sie kommt nur zustande und wird nur aufrechterhalten, wenn man sich auf Gegenseitigkeit verlassen kann.
Ziele teilen
Die Interessen müssen vereinbar sein, und es muss ein beidseitiges Interesse bestehen. Alle Beteiligte sollen von der Partnerschaft profitieren. Es gilt eine Balancierung des eigenen Nutzens mit dem des Partners zu erreichen. Im Umgang miteinander sind Offenheit und Transparenz unabdingbar. Ein klar strukturiertes, passendes Konzept mit konkreten, realistischen Vorstellungen zur eigenen Rolle und zum angestrebten Mehrwert ermöglicht die Abstimmung mit den Erwartungen des Partners. Dann zeigt sich, ob die Kooperation die geeignete Lösung für den angestrebten Zweck darstellt und welche Chancen und Risiken damit verbunden sein können.
Naheliegende Kooperationsvoraussetzungen bieten Einrichtungen mit Arbeitsschwerpunkt im Bereich Gesundheit, Soziales, Bildung.
Partnerpassung
Partner müssen die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mitbringen. Dazu zählen zum einen die grundsätzliche Offenheit für und der Wille zu Kooperationen und zum anderen die erforderlichen sächlichen und personellen Ausstattungen. Bei der Suche nach dem passenden ergänzenden Partner sollte der Verein auch über den Tellerrand der eigenen Kommune hinausschauen.
Partnerpassung bedeutet zudem, bestimmte Kooperationen auszuschließen und sich dadurch zugleich der eigenen Identität, Wertebasis und Vereinsphilosophie bewusst zu werden.
Kooperationsmanagement
Es ist keine direktive Einflussnahme auf die Arbeitsweise des anderen möglich, denn es herrscht Gleichheit zwischen den Partnern. Die Beziehung gründet nicht auf Rolle und Funktion in einer Hierarchie. Kommunikation gehört daher zu den Erfolgsbedingungen einer Partnerschaft. Nicht nur für die Kooperationsanbahnung, wenn etwa ein Sportverein auf eine Ganztagsschule zugeht, ist Kommunikation von zentraler Bedeutung, sondern sie spielt eine wesentliche Rolle für die Pflege der Beziehungen einschließlich der Konflikthandhabung während der gesamten Zeit der Zusammenarbeit. Zumal Kooperation vom Einsatz der beteiligten Personen für die Sache lebt. Gerade auch, weil Kooperationen zwischen Organisationen von Personen mit ihren Präferenzen, Intentionen und Qualitäten gestaltet werden, sollten Vereinbarun- gen zwischen den Partnern zur Vermeidung von Erwartungsenttäuschungen und Missverständnissen klar festgehalten werden. Die Ausgestaltung der Vereinbarungen kann von informell bis stark formalisiert reichen. Wenn gesetzliche Vorgaben bestehen und finanzielle Auswirkungen gegeben sind, wird eine Formalisierung notwendig.

Als Fazit lässt sich feststellen: die Vereinsvertreter teilen die Auffassung, dass die Zukunftsfähigkeit von Sportvereinen in immer stärkerem Maße davon abhängt, dass sie vor Ort - auch und gerade über den Sport hinaus – vernetzt sind und über ein breites Kooperationsnetzwerk verfügen.

In Partnerschaften bilden sich die neuen Formen der Gestaltungsbeteiligung und Verantwortungsteilung in den Kommunen. Allerdings sollten die Mitgliederinteressen nicht aus dem Blick geraten.

Georg Anders

20.05.2015

Wertschöpfung durch Wertschätzung

Geld ist nicht alles bei der Mitarbeiter-Pflege – Spannendes Frühjahrsseminar-Thema in Ratingen

„Wertschöpfung aus der Wertschätzung nicht aus der Ausnutzung“, so lautete die Botschaft von Bodo Janssen auf die Frage „Entlohnung im Verein –ist Geld alles?“ Sie bewegte einen Arbeitsschwerpunkt beim Frühjahrsseminar des Freiburger Kreises (FK) beim TV Ratingen, der 2015 den 150. Gründungstag feiert. Janssen (41), nahm die Vereinsvertreter mit auf den ungewöhnlichen „Upstalsboom Weg“. Der Geschäftsführer der gleichnamigen Hotel- und Ferienanlagen GmbH (50 Ressorts, 650 Mitarbeiter, 350.000 Gäste) beschrieb seinen Weg vom Saulus (Manager von Zahlen, Daten, Fakten) zum Paulus (Menschenfischer und Motivator). Preisgekrönt und weltweit ein Leuchtturm. Seit der Wende 2010 steht der Mensch und Mitarbeiter sowie die Wertschöpfung seiner Fähigkeit im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns.

Die Führungsdienstleistung des Führungspersonals sieht Janssen darin „jeden einzeln entsprechend seiner Fähigkeiten zu entwickeln“. Wer nur mit Zahlen operier, „das führt zu Frust, das macht keinen Sinn mehr.“ Sinnorientierte Regie „das schafft die Verbundenheit.“

Die miese Stimmung im Unternehmen („Wir brauchen einen neuen Geschäftsführer“) hat sich gedreht. Ein gemeinsam erarbeitetes und gelebtes Leitbild erzeugt Dynamik, Spaß und Motivation. „Werte sind wertlos, wenn sie nicht gelebt werden.“ Mit dem Strategie-Wechsel schaffte es Janssens Unternehmen 2014 unter die besten Fünf in Deutschland. Zu den ungewöhnlichen sinn- und identitätsstiftenden Maßnahmen gehören der Bau einer Schule für 200 Kinder in Ruanda durch Upstalsboom-Mitarbeiter und zwei freie Tage im Jahr für die Belegschaft zur Sozialarbeit.

Die Dynamik lebt der Chef vor, nicht nur in einem preisgekrönten Film über diese Ausnahme der Unternehmenskultur (https://www.youtube.com/watch?v=WpssQiPJx08). 2016 möchte er mit einer Gruppe von 15 Auszubildenden den Kilimandscharo in Afrika erklimmen. Aufmerksamkeit und Lebensschule „weil sie unsere Zukunft sind.“ All das schafft Verbundenheit und Identifikation.
„Nur wer sich selbst führen kann, kann andere führen“, hat Janssen verinnerlicht. Selbstfindung meint auch verbinden, mitgestalten, wachsen, „Wenn ich einen Menschen bewegen möchte, dann berühre ich ihn.“ Dazu gehört Achtung, Herzlichkeit, Lebensfreude, Spaß. Das wiederum schafft Identifikation und Loyalität. Janssen, zwei Jahre gecoacht bei Seminaren im Benediktiner-Kloster und von Fachleuten und Unternehmensberatern, gab einen Einblick in Belohnungs- und Wertschätzungs-Strukturen, die nachdenklich stimmte.

Zuvor beschrieb Elke Lang (Fokus Ehrenamt, Berlin) die sensible Balance des Ausgleichs für Engagement im Haupt- wie im Ehrenamt. „Ausgleich ist gar nicht so einfach.“ Mit der Übergabe eines Blumenstraußes oder einer Ehrennadel ist es nicht getan. Es kommt auf die Haltung und Wertschätzung an, konstruktive Kritik, persönliches Lob. Aber auch die Anerkennung der Ausgleichsverpflichtung durch Vorgesetzte und Arbeitgeber entwickelt gedeihliches Klima. „Es ist anspruchsvoll, die richtige Ausgleichsleistung zu finden.“ Dabei spielt Geld oft nicht die Hauptrolle: Die Dankeschönfeier, mit einem werthaltigen Essen, Vergünstigungen im Alltag, menschliche Regungen der betreuten Gruppe sind für Ehrenamtliche oft mehr wert als Geld. Die Währung heißt Anerkennung, Lob und Interesse und Rückendeckung im Alltagsgeschäft. Häufig ist die Vergütung von gemeinnütziger Tätigkeit contraproduktiv, weil es der Scheck nicht schafft, dem Menschen gerecht zu werden. Elke Lang: „Sie bringt eine Verpflichtung in die Beziehung.“

Eine Kultur der Anerkennung drückt sich auch im Einsatz der Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend aus, in guten Rahmenbedingungen und bei Hauptamtlichen durch Rücksicht auf existenzielle Bedürfnisse. „Eine Kultur der Anerkennung entwickelt sich dann, wenn alle Beteiligten einen Beitrag zum Ausgleich leisten.“

Andreas Kübler, Geschäftsführer von Kübler Sport in Backnang und einer der Sponsoren des FK, schilderte praktische Komponenten von Belohnung: Täglich frisches Obst und Wasser für die 40 Mitarbeiter, zwei Betriebsfeiern im Jahr, 14-tägig Betriebssport (20 Minuten Arbeitszeit), flexible Arbeits- und Rahmenbedingungen, Entgelt-Optimierung durch steuerfreie Zuwendungen: Tankgutscheine, Einkaufskarte, Übernahme der monatlichen Mobiltelefon-Gebühren, Werbeflächen auf dem Privatauto. All diese Boni, die unter dem Strich nicht die Welt kosten, stärken das Wir-Gefühl und die Bindung zur Firma.

In den drei Arbeitsgruppen offenbarte sich, dass die Großvereine eine andere Lebenswirklichkeit bewegt. Sie haben dennoch eine Vielzahl von Schritten und Ideen in der Praxis entwickelt, um die oft Hundertschaften von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Tausende Mitglieder zu pflegen und zu motivieren.      
Kühne Gedanken sind eine Wohlfühl-Oase im Verein, um stundenweise abzuschalten. Ein Null-Bock-Tag, Coaching und Fortbildungen für alle Beschäftigten, ein Helferclub oder auch ein Arbeitsplatztausch auf Zeit für das Personal.

Die wichtigste Motivation ist das persönliche Gespräch, zeitnah aufmunternde Worte - eben das Gefühl, dass die Arbeit geschätzt und der Mitarbeiter von den Führungskräften wahrgenommen wird.     

Von Hans-Peter Seubert

10.05.2015

TV feiert mit dem Freiburger Kreis und Hahnenschrei Die Gesangsgruppe der Roten Funken Ratingen

Vom 7.-9. Mai fand beim TV Ratingen das Frühjahrsseminar des Freiburger Kreises statt. Zum Schwerpunktthema „Entlohnung im Verein – ist Geld alles?!“ erschienen 131 Teilnehmer, die sich nicht nur über die neuesten Entwicklungen im Vereinsmanagement austauschten, sondern auch ein wenig zu feiern wussten.

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