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Wolfgang Heuckmann neuer Vorsitzender des Freiburger Kreis

von Hans-Peter Seubert

  heukmann„Ja, das tut doch gut.“ Silvia Glander genoss den lang anhaltenden Beifall und die Ovationen (die Delegierten standen auf). Beim Frühjahrsseminar der Freiburger Kreises, der Arbeitsgemeinschaft größerer deutscher Sportvereine, am ersten Mai-Wochenende bei der SG Kaarst, sagte die Vorsitzende nach 14 Jahren Vorstands­arbeit, acht davon an der Spitze, Servus. Das Plenum übergab das Zepter für die nächsten zwei Jahre an Stellvertreter Wolfgang Heuckmann (62/Paderborn). Des­sen Amt übernahm Jörg Bergner (44/Geschäftsführer des TV Erlangen) zunächst für ein Jahr. Turnusmäßig im Amt bestätigt wurden die Stellvertreter Ralf Kamp (TV Jahn Rheine) und Frank Kunert (Oldenburger TB). Stellvertreter und Schatzmeister Horst Lienig (Stuttgart) wurde 2010 schon wiedergewählt.

Silvia Glander (TV Ratingen) zog zu Beginn eine beeindruckende Bilanz ihrer Regie. Eckpfeiler bildeten die Sanierung der Geschäftstelle, unterstützt von der rühri­gen Geschäftsführerin Doris Büttner (seit 2002). Qualitätsmanage ment/ Qualitätshandbuch. Das Sponsoren-Konzept, damit planbare finanzielle Sicherheit für den FK (unterstützt von Ralf Kamp). Klausurtagungen des Vorstan des. Studioleiter- undTreffen der Kindersportschulen, sowie Sportkindergarten-Regie vonMitgliedsvereinen. Seminararbeit zum Arbeits- und Steuerrecht „Fit für diePraxis“ (unterstützt von Horst Lienig). Dazu die geschickte sportpolitische Positionierung der AG Großsportverein (162 Mitglieder, 800 000 Mitgliedschaften). „Ich glaube, dass der FK seine besondere Position erhaltenund pflegen muss“, gab sie den Delegierten von 41 Vereinen in Kaarst mit aufden Weg. Sportversicherung (Beiträge) sowie die Forderung nach einem GoldenenPlan West für den Sportstätten-Bau und -Erhalt, nach Kürzungen des Bundes zuGunsten des Spitzensports, nannte sie als Zukunfts-Aufgaben.

„Wir tun gut daran, den Weg weiterzugehen“, unterstrich Wolfgang Heuckmann Leistung und Führungsstärke der Vorgängerin: „Was Silvia Glander so unverwechselbar macht: Sie hat den Blick immer nach vorn. Den Blick für wirkliche Probleme der Vereine, den Blick für die Sportpolitik. Sie weiß wovon sie redet. Sie spürt, wenn etwas nicht funktioniert.“ Auch FK-Beirat (Alexander Pfeiffer/SGArheilgen) und die Mitgliedsvereine (Boris Schmidt/TSG Bergedorf) ließen die Vorsitzende und deren sachlichen sportpolitisch unabhängigen Führungsstil sowie die starke Entwicklung des FK hoch leben.

Wolfgang Heuckmann blickte selbstbewusst in die Zukunft. Herausforderungen, derenAuswirkungen nicht absehbar sind: „Ich glaube, dass der Vereinssport in dennächsten Jahren einen schwierigen Weg gehen wird.“ Bevölkerungsrückgang.Migration und Integration. Die Verwerfungen in der Bildungspolitik (flächendeckend Ganztag). Sportstätten-Misere (Sanierungsstau 42 MilliardenEuro). Förderung des Ehren amts sind die dringlichen Baustellen für den neuenFK-Vormann. „Ich glaube, es wird ein Weg mit Stolpersteinen. Wenn wir es nichtschaffen, wer soll es dann schaffen in der Sportpolitik“.

Gleiches gilt für das Nebeneinander von Schul- und Vereinssport. „Wir werden auf dieSchulen zugehen müssen, wir werden offensiv sein müssen.“ Bremser sieht er aufSeiten der Schulpädagogik. Stichwort Sportanlagen-Management; Heuckmann: „Wirkönnen es in vielen Fällen besser, als die Kommunen. Wir sind auch bereit, aberdie Rahmenbedingungen müssen stimmen. Wir müssen auf allen politischen Ebenenpräsent sein.“ Kommunen leisten mit jährlich drei Milliarden Euro 80 Pro zentder Sportförderung.“

Der Vorsitzende setzt auf den Dialog mit dem Deutschen Olympischen Sportbund: „Wirwerden nicht nachlassen, auf die Missstände im DOSB und seinen Mitgliedsverbänden hinzuweisen. Wir meckern nicht nur, wir haben auch Lösungsvor schläge.“ Unabhängigkeit dank flacher Hierarchie, und Ideenreichtum, dank der vielenhauptamtlichen Vereins-Geschäftsführer, sorgen für Profil sowie unbürokrati scheeffiziente Weichenstellungen

Horst Lienig zog eine gesunde wirtschaftliche Bilanz des FK. 2400 Euro Plus in 2010fließen in die Rücklagen. Auch die finanzielle Entwicklung stimmt mit Blick auf das Jahr 2014 wo ein Jubiläum ansteht „40 Jahre Freiburger Kreis“.

 

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